Küsse unter dem Mistelzweig


Über den Mistelzweig existieren zahlreiche Mythen und Legenden.

Foto: C. Nöhren

Unseren Vorfahren erschien die immergrüne Pflanze mit ihren weißen Beeren, die im Dezember reifen, geheimnisvoll, da sie als kugelige Pflanze hoch oben in Bäumen wächst.

Wo man auch leben mag, weit unten im Süden oder im hohen Norden; überall hängen Misteln zwischen Himmel und Erde.

Ihre gegabelten Zweige ähneln denen einer Wünschelrute.

Genaue Kenntnisse darüber, wie der Mistelzweig zum Weihnachtsschmuck wurde, gibt es aber nicht.

Für die Druiden (hohe Priester in Gallien und Britannien) war die Mistel die heiligste aller Pflanzen.

Im Christentum soll sie der Baum gewesen sein, aus dessen Holz das Kreuz gezimmert war, an dem Jesus starb. Vor Schande soll der Baum eingegangen sein, um sich dann in eine Pflanze zu verwandeln, die allen Gutes bringt, die unter ihr hindurchgehen.

Zum Beispiel galt sie bei den Kelten als heiliges Symbol des Friedens. In ihrem Zeichen versöhnten sich Feinde und gaben sich Friedenküsse.

Hierher rührt auch der englische Brauch, in der Weihnachtszeit einen Mistelzweig in den Türrahmen zu hängen, unter dem sich dann jedes junge Paar küssen darf.

Auch heute noch werden  Mistelzweige  mit ihren weißen Beeren in der Weihnachtszeit über die Tür aufgehängt und für jede gepflückte, weiße Kugel ( auch Kusskugel genannt) darf der Junge dem Mädchen einen Kuss geben.

Dieser Brauch, wie auch der Brauch, die Mistelzweige …. vielleicht mit einem Goldbändchen verziert ……..  als weihnachtliche Dekoration zu benutzen, ist auch heute noch in vielen Ländern verbreitet.

Foto: C. Noehren/www.pixelio.de