Wieder blüht der Raps (Brassica napus L.)


Der Monat Mai ist der Zeitpunkt, wenn auf tausenden Feldern die Rapspflanzen in leuchtend, goldgelber Pracht erblühen und intensiv riechen .

Foto: ga

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In Deutschland ist der Raps eine der auffälligsten Nutzungspflanzen; er zählt seit vielen Jahrhunderten zu den wichtigsten Ölpflanzen Europas.

Bereits die Römer bauten Raps aufgrund seines hohen Ölgehalts an. Seit gut 700 Jahren wird er bei uns in Deutschland kultiviert. Raps ist eine der wichtigsten und vielseitigsten Ackerpflanzen. Raps ist auch eine gute Bienenfutterpflanze (Rapshonig).

Im Spätsommer (ab Mitte August) beginnt die Aussaat. Der Raps muss zunächst den Winter überstehen bevor er im Frühjahr erblüht. Aus den Blüten entwickeln sich dann kleine grüne Schoten, in denen die Rapskörner wachsen und bis zur vollen Reife zu schwarzen Samen werden.

Ungefähr zwei Monate nach der Blüte (Ende Juli) ist der Raps dann reif und wird geerntet. Geerntet wird er wie Getreide mit einem Mähdrescher.

Der Samen besteht zu 42 Prozent aus wertvollem Rapsöl. In unserer Küche sorgt es als Speiseöl sowie in Margarine und pflanzlichen Streichfetten für eine gesunde Vielfalt. Rapsöl wird in kleinen Teilen als Salat- und Bratöl verwendet. Größere Anteile des Rapsöl fließen in die Produktion von Margarine, Mayonnaise sowie Schmierstoffe und Kosmetika. Zudem wird Rapsöl in großem Umfang verestert (Rapsölmethylester RME) und als Biodiesel eingesetzt. Der Raps-Biodiesel wird als sogenannter „nachwachsender Rohstoff“ staatlich gefördert.

Ein Hektar Rapsfeld liefert rund 1.740 Flaschen gesundes Rapsöl, 200 Gläser süßen Honig und das Jahresfutter für drei Milchkühe. Diese Pflanze ist also nicht nur für uns etwas ganz Besonderes. Für moderne Landwirte ist der Raps heute kaum mehr wegzudenken, denn er sorgt als Fruchtfolgepflanze für ertragreiche Böden.

Raps kann aber nicht mehrfach hintereinander auf einem Feld angebaut werden. Es muss immer eine Fruchtfolge eingehalten werden, die nach einem Rapsjahr 3 – 4 Jahre Rapspause auf einem Feld vorsieht. Für die Folgepflanzen verbessert Raps die Bodenqualität und lockert zudem den Boden auf.