Leitstelle konnte schon 15 Haushalten helfen –


Weitere Hilfsangebote in Vorbereitung

Hilfe beim Einkauf vermitteln Initiativen in Ahlen

 

Ahlen. „Tendenz steigend“, sagt Simon Büscher auf die Frage, wie die Einkaufshilfen angenommen werden, die er mit seinem Team seit wenigen Tagen organisiert. Für 15 Haushalte, in denen Personen aus den Risikogruppen leben, konnte konkrete Unterstützung vermittelt werden. Im Zuge der Nachbarschaftshilfe haben sich in Ahlen in Windeseile mehrere Dutzend Helferinnen und Helfern in verschiedenen Initiativen zusammengefunden. „Und dabei zähle ich noch nicht mit, was sowieso schon im privaten Rahmen abläuft“, so der Mitarbeiter der städtischen Leitstelle „Älter werden in Ahlen.“ Allein bei der Stadt seien inzwischen über 20 Einzelpersonen vorstellig geworden, um ihre Hilfe anzubieten.

Die Solidarität in der Ahlener Bevölkerung ist nach Worten Büschers „erfreulich hoch“. Während die momentane Situation für viele Bürgerinnerinnen und Bürger sowie für viele Unternehmen und deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicherlich einschneidend und bedrückend ist, gibt es auch positive Zeichen. „Unbestritten ist, dass sich die Lage für die gesamte Gesellschaft derzeit sehr schwierig gestaltet. Mir ist es aber auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass es trotz aller Bedenken und Ängste auch Hoffnungsschimmer gibt.“

Der bislang angezeigte Hilfebedarf kann von den Helferinnen und Helfern gedeckt werden. Nichtdestrotz bittet Büscher um weitere Unterstützung: „Jede helfende Hand kann in den nächsten Wochen noch wichtig werden.“ Mit Angabe von Namen, Telefonnummer und Adresse sollen sich Helferinnen und Helfer unter bueschersstadt.ahlende oder telefonisch montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr unter 02382 59-450 melden. Gleichzeitig können und sollen sich selbstverständlich auch weiterhin hilfesuchende Personen aus den Risikogruppen an die verschiedenen Initiativen wenden.

Unterdessen bereitet der Fachbereich für Jugend, Soziales und Integration der Stadt Ahlen neue Hilfsangebote vor. „Die Coronakrise hält an und stellt die Menschen in ihrer Häuslichkeit vor große Herausforderungen“, weiß Leiterin Ulla Woltering. Gerade Eltern und Kinder seien es nicht gewohnt, einen so „langen“ Alltag miteinander zu verbringen, auch zwischen den Eltern könne es zu Spannungen kommen. Und: „Für ältere Menschen fallen viele Möglichkeiten der sozialen Teilhabe weg.“ Beabsichtigt sei, telefonische Angebote zu schaffen für Kinder, Eltern und ältere Menschen. Mit den freien Trägern werde dazu in Kürze eine Telefonkonferenz erfolgen.

Neben der Stadt bietet das Jugendwerk der AWO in Verbindung mit den Jusos und dem Jugendforum Unterstützungsleistungen wie Einkaufen oder das Besorgen von Medikamenten an. Anfragen können telefonisch an 0176 73798454 gestellt werden.

Ähnliche Hilfe gibt es auch beim Stadtteilbüro Süd-Ost unter 02382 702149

oder bei der Firma Sanitrans, wo jeweils dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 02382 7041415 Anfragen entgegen genommen werden.

Für die Vorhelmer Bevölkerung bietet außerdem die Pfarrgemeinde St. Pankratius unter 02528 3591 oder 0176 56890865 Unterstützung beim Einkauf für gefährdete Menschen an.