„Alles in Butter?“


Ich hoffe doch sehr, dass bei Ihnen „alles in Butter“ ist, denn dann ist alles in Ordnung und es gibt keinerlei Probleme.

Ich war letztens sehr erstaunt als ich las, woher dieser Ausspruch eigentlich kommt. Die in der heutigen Zeit oftmals wegen ihrer tierischen Fette in die Kritik geratene "gute" Butter, war vor langer Zeit nicht nur ein Nahrungsmittel, sondern sie diente auch als  äußerst effektive Verpackung.
Butter als Verpackungsmaterial?.......wie kann das gehen?.......werden Sie jetzt  wohl denken!
Heute würde man es als Lebensmittelverschwendung betrachten, aber damals gab es weder ausgebaute Passstraßen, noch gab es entsprechende Plastikverpackungen.

Man sagt, dass im Mittelalter in Venedig zerbrechliche Gegenstände wie Gläser und Porzellan, die in Richtung Norden mit Kutschen über die Alpen  transportiert werden mussten, zum Schutz in Fässer mit flüssiger Butter "verpackt" wurden. Die Butter verfestigte sich alsdann. Fiel auf den holprigen Wegen ein Fass vom Wagen, so blieb der Inhalt unversehrt. Daraus soll der Überlieferung nach diese Redewendung „alles in Butter“ (alles in Ordnung) entstanden sein .

Übrigens, der Ausdruck „gute Butter“ soll aus der Nachkriegszeit stammen. Richtige Butter war in dieser Zeit nur schwer zu bekommen oder sehr teuer. Deshalb verwendete man damals überwiegend Margarine oder andere Fette. Gab es dann doch einmal ein Stück richtige Butter, dann war es etwas ganz Besonderes. Man nannte sie darum „gute“ Butter, um den Unterschied besonders hervorzuheben.

Wenn Sie mehr über Butter erfahren möchten, dann gibt es hier interessante Infos!

 

Foto: Andreas Morlok/www.pixelio.de