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Kultur

Münsterland = "sagen" - haftes Land (11)

Diesmal geht es um eine Sage des heiligen Ludgerus, der in Billerbeck seine Wunder wirkte.........

Der Ludgerusbrunnen zu Billerbeck

Als Sankt Ludgerus einstens hat
den Billerbecker Berg bestiegen,
da sieht ein kleines, dürftig Haus
im dichten Wald er vor sich liegen.

Der Frau, die in der Türe steht,
deckt dicker Schmutz Gesicht und Hände,
weil, wie sie sagt, seit Monden schon
man selten nur noch Wasser fände.

Um ihr zu helfen, greift Ludger
zwei nahen Gänsen in die Flügel
und wirft sie in den trocknen Born,
auf daß durchwühlen sie den Hügel.

"Paßt auf!" - zur Alten spricht er dann -
"wo an den Tag die Gänse treten,
dort findet Wasser ihr genug,
so Gott erhören wird mein Beten."

Und sieh! ganz dicht vor Billerbeck,
da saufen schon am nächsten Morgen
die Gänse beid´ aus frischem Quell,
der eiligst ward nunmehr geborgen.

Aus Dankbarkeit errichtet man
des heil´ gen Bild, in Stein gehauen,
auf beiden Brunnen, alt und neu,
dran jetzt die Pilger sich erbauen.

(Peter Bahlmann)

Foto: Erich Westendarp/www.pixelio.de

Foto: Erich Westendarp