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Allgemeines Kultur

Ostern - Das Fest der Auferstehung Christi......


.......doch warum gibt es einen Osterhasen, der bunte Eier bringt?

Die Auferstehung Jesu ist für alle Christen das zentrale Ereignis ihres Glaubens. Der Tod ist nicht das Ende, sondern wird als Beginn eines neuen Lebens gesehen. Somit steht auch das christliche Osterfest für einen Neubeginn und die Hoffnung, dass das Leben den Tod besiegen wird. Im christlichen Glauben dauert die Osterzeit 50 Tage bis Pfingsten, deren Höhepunkt das Osterfest ist.

Davor liegt die Fastenzeit (auch Passionszeit genannt), die 40 Tage dauert und mit dem Aschermittwoch beginnt.

Ostern ist aber nicht allein aus der christlichen Bedeutung heraus entstanden, sondern auch in anderen Religionen sind seine Wurzeln zu finden. Historisch belegbar ist eine Verbindung zum jüdischen Passahfest, zum Frühlingsfest oder zum Fruchtbarkeitsfest. Die Terminierung von Ostern ist aus zwei Traditionen heraus zu erklären. Die Christen feiern die Auferstehung Jesu nach dem jüdischen Passahfest, denn am dritten Tag nach Passah ist Jesus auferstanden. Das Passahfest findet am 14. Nisan, der ersten Vollmondnacht im ersten Monat des Jahres statt (nach dem babylonischem Mondkalender) und erinnert somit symbolisch an den Auszug Israels aus Ägypten.

Das österliche Brauchtum ist regional unterschiedlich und geht zum Teil auf vorchristliche Bräuche zurück.

Der Osterhase ist heute als österlicher Eierbringer bekannt. Doch was hat ein Hase mit Ostern zu tun und warum bringt er bunte Eier? 

Der Hase gilt als Zeichen der Fruchtbarkeit, was auf die griechische Liebesgöttin Aphrodite und die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera zurückgeht. Im Frühjahr bekommen Hasen reichlich Nachwuchs......sie schenken also Leben. Wenn die Menschen früher Hasenmütter mit ihren Jungen sahen, wussten sie, der Winter war vorüber! In Verbindung steht damit das Frühlingserwachen der Tiere und Pflanzen in dieser Zeit

Jeder kennt den Hasen als Überbringer von bunten Ostereiern, nach denen die Kinder so gerne suchen. Doch das war nicht immer so. Noch im vorigen Jahrhundert waren die Osterhasen in einigen Teilen Deutschlands völlig unbekannt. Bis zum 16. Jahrhundert wurden die Ostereier von verschiedenen Tieren gebracht. In einigen Gebieten kam der Hahn oder der Fuchs, in anderen der Storch, Kuckuck, Kranich oder Auerhahn, um die Ostereier zu verstecken. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert ist nur noch der Hase als Frühlingsbote und Ostersymbol bekannt. Da Hasen im Frühjahr vielfach zur Futtersuche auch in die Dörfer und Gärten kommen, wurde ihnen vermutlich das Ablegen der Ostereier angedichtet.

Heute wird er mit einer Kiepe dargestellt, in der er bunte Eier und Leckereien zur Freude der Kinder bereithält.

Genau wie der Hase, so ist auch das Ei ein Zeichen für Leben und Fruchtbarkeit. Es hat in der Geschichte der Menschheit viele verschiedene Bedeutungen, die sich teilweise auf das Osterfest übertragen haben: Das Ei dient als Nahrung, ist Symbol des Lebens, der Reinheit, der Fruchtbarkeit. Außerdem gilt es als Naturalabgabe für Schulden, als Opfer sowie Liebesgabe. Bereits in der Urchristenzeit galt das Ei als Sinnbild des Lebens und der Auferstehung und es wurde in das Grab eines Toten ein Ei mitgegeben.

Der Brauch, zu Ostern Eier zu färben, zu verstecken, zu suchen und zu essen, ist bei uns weit verbreitet.

Für das Bemalen der Eier galt die Natur als Vorbild. Farbe und Muster von Wildvogeleiern oder die durch Färbekräuter entstandenen Muster könnten der Anstoß für die Bemalung gewesen sein. Die Techniken, die bei der Gestaltung der Ostereier verwendet werden, sind sehr unterschiedlich. Die künstlichen Farben, in die die Eier getaucht werden, haben die pflanzlichen Eierfarben verdrängt. Früher wurde mit Rote-Beete-Saft (rot), Tee oder Zwiebelschalen (braun), Brennnesseln und Efeu (grün) sowie mit Safran oder Kümmel (gelb) gefärbt.

Am Ostersonntag werden die bunten Eier, die der Osterhase versteckt hat, im Garten oder bei einem Spaziergang von den Kindern gesucht. Mit den gefundenen Eiern können dann noch Spiele gemacht werden. Das „Eierticken“ ist wohl überall bekannt. Das „Eierrollen“ kann an Schrägen gespielt werden. Die Mitspieler lassen ein Ei herunterrollen. Das Ei hat gewonnen, das am weitesten rollt. Der Spieler darf die anderen Eier einsammeln.

Das Redaktionsteam der www.senioren-ahlen.de wünscht allen Lesern ein schönes und frühlingshaftes Osterfest mit vielen bunten Ostereiern.

Foto:Pii Mad/www.pixelio.de