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Allgemeines Natur

Huflattich

Der Huflattich (Tussilago farfara) ist eine Pflanze aus der Familie der Korblütler (Asteraceae) und ist daher mit anderen Kräutern wie Löwenzahn, Estragon oder der Ringelblume verwandt.

Neben Krokussen und Schneeglöckchen gehört der Huflattich zu den ersten Frühjahrsblumen. Die Pflanze ist ein klassischer Frühblüher. Der Huflattich hat auffällig gelbe Blüten, die zwischen Februar und April zum Vorschein kommen. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem mit der Ernte der Blüten begonnen wird, die in der Küche, vielmehr aber in der Pflanzenheilkunde eingesetzt werden.Die Blüten erscheinen bereits vor der Entwicklung der Laubblätter.

Die korbähnliche Blütenform ist charakteristisch für dessen  Pflanzenfamilie. Jeder einzelne Blütenkorb kann bis zu 300 Einzelblüten enthalten.

Heute ist das Kraut sowohl im Flachland als auch in den mittleren Lagen der Hochgebirge anzutreffen. Meist besiedelt es karge Böden und vorrangig Steinbrüche, naturbelassene Pfade und Wege, Bach- und Flussufer, Böschungen. Der Huflattich verträgt viele Standortbedingungen, ist widerstandsfähig und äußerst anpassungsfähig.

Auch wenn Huflattich als Unkraut in Gärten ungern gesehen wird, hat das Kraut eine heilende Wirkung, die vor allem in der Antike und im Mittelalter geschätzt wurde.

Der Huflattich war in Deutschland die Heilpflanze des Jahres 1994.

Als Heilkraut werden neben den Blättern auch die Blüten genutzt – sowohl getrocknet als auch frisch.

Neben der Darreichung als Huflattichtee, wird auf Huflattichhonig zurückgegriffen.

Huflattich ist eines der potentesten Mittel gegen Husten und wird seit mehr als 2000 Jahren genutzt! Auch in der europäischen Heilkunde ist er seit Jahrhunderten gebräuchlich. Leider geriet er in die Mühlen neuzeitlicher Gesetze, was so manche selbsternannte Kräuterhexe verunsicherte. Aber nur Mut, denn Huflattich ist leicht zu handhaben und immer noch eines der besten Mittel gegen viele Formen von Husten, z.B. Bronchitis, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Heiserkeit, Lungenleiden, Magen-Darmreizungen, Reizhusten.

Foto: ga

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