Bericht zum Tagesausflug Ditib-Moschee in Ahlen

Kultur – Staunen – Genießen

Jörg Brehme (ehrenamtlich) begleitete die Radfahrerinnen und Radfahrer vom Stadthallenparkplatz zur Moschee Ahlen. Einige Teilnehmer kamen direkt dorthin. Von der Stadt Ahlen kam auch Simon Büscher. So waren insgesamt 11 Teilnehmer bei der Führung dabei.

Vor dem Betreten der Moschee mussten alle ihre Schuhe ausziehen und in ein Regal stellen. Im Inneren ist ja ein wertvoller, türkisfarbener Teppich verlegt. Von der muslimischen Gemeinde waren ein Imam (Vorbeter) und ein weiteres Mitglied anwesend. Die Moschee wird von der Islamischen Vereinigung Ahlen e.V. betrieben, die der Ditib angeschlossen ist.

Der Imam wird für 5 Jahre aus der Türkei abgeordnet. Die Ditib bildet Imame aus, die aus Deutschland kommen sollen. Im Jahr 1986 wurde die Moschee in Ahlen eröffnet.

Die zentralen Elemente einer Moschee sind bereits von außen zu sehen, das Minarett und die Kuppel. Im Inneren gibt ein hölzernes Vortragspodium, hier gibt der Imam kleinere Ansprachen zur Gemeinde. Die Gebetsnische ist nach Mekka ausgerichtet. Jeder Muslime sollte einmal im Leben eine Pilgerfahrt nach Mekka unternommen haben, sofern die Gesundheit und die Finanzen das erlauben. Es gibt auch den Predigtstuhl (die Kanzel). Hier gibt der Imam die Predigt. An den Wänden sind 8 runde Bilder mit Goldrand und 4 kleinere ohne Goldrand zu sehen, sie repräsentieren Vertreter des Islam.

Für die Gebete kniet und liegt man auf dem Teppich, oder man benutzt einen Hocker. Ein großer Bildschirm zeigt die Gebetszeiten in wechselnden Sprachen an, z.B. türkisch, arabisch und deutsch. Als Muslime muss man nicht für jedes Gebet zur Moschee kommen. Alle, die verhindert sind, können auch außerhalb der Moschee beten. Die Zeiten werden ebenfalls in Apps auf Smartphones angezeigt. Ein Gebet findet in mehreren Schritten statt.

Die Moschee auf der Rottmannstr. 62 gilt als zentrale Moschee in der Stadt Ahlen, hier findet das gemeinschaftliche Freitagsgebet statt.

Die Islamische Vereinigung Ahlen e.V. plant den Bau eines eigenen Kultur- und Begegnungszentrums in der Nähe der Moschee. Für muslimische Feste wie Ramadan ist in der Moschee kein Platz, das letzte Zuckerfest wurde im Sportheim des RW Ahlen gefeiert. 

Der gemütliche Ausklang fand im Cafe Royal statt.