Nachbarschaftshelferkurs für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Ein Kooperationsprojekt der besonderen Art findet seit Januar 2026 in der Integrations- und Seniorenarbeit in Ahlen statt.

Durch eine intensive Zusammenarbeit der Leitstelle Älter werden der Stadt Ahlen, des Treffpunkts Trio der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Alltagsbegleiterin Aynur Ergül fand auf Initiative und unter Beteiligung des Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz Münsterland ein innovatives Projekt zur Nachbarschaftshilfe statt.  

Die AWO hat gute Vernetzungen in die Gruppe der Frauen mit Zuwanderungsgeschichte im Stadtteil Ahlen-Ost und konnte somit über 32 Frauen unterschiedlichen Alters gewinnen, die nach dem Besuch eines Infotreffens auch anschließend eine eintägige Schulung zur Nachbarschaftshelferin im Stadtteilbüro am Glückaufplatz absolvierten. 

In einem weiteren Schritt soll nach dem Ramadan im April eine 40-stündige Weiterbildung zur Demenz- und Seniorenbegleitung folgen. Damit wird den Frauen die Möglichkeit eröffnet, sich sowohl ehrenamtlich wie auch in einer selbstständigen oder angestellten Beschäftigung zu betätigen. Alle Kurse werden kultursensibel durch die am Projekt beteiligte türkischstämmige Alltagsbegleiterin begleitet, die teils auch übersetzt. Um die Gruppe untereinander und mit den Projektpartnerinnen und -partnern in Kontakt zu halten, ist eine gemeinsame Sprechstunde geplant, welche einmal monatlich stattfindet. 

Zudem folgt eine "Matchingveranstaltung", in der interessierte Seniorenhaushalte und Nachbarschaftshelferinnen zusammenfinden können. Finanziert worden sind die Kurse zum Teil durch die Glückauf-Stiftung in Ahlen und durch das SINN-Sponsoring der Sparkasse Münsterland Ost über den Verein Alter und Soziales.

„Die Teilnehmerinnen haben mit großer Freude an dem Tageskurs teilgenommen, der in freundlicher und sehr guter Stimmung stattfand“, berichtete Ulla Woltering, Projektleiterin beim Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz. Die Nachhaltigkeit der Schulung soll nun durch die angestrebten weiteren Maßnahmen gewährleistet werden.

In zwei Gruppen und insgesamt mehr als 30 Teilnehmenden absolvierten Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zuletzt den Kurs zur Nachbarschaftshelferin.
In der ganztägigen Schulung zur Nachbarschaftshelferin ging es Krankheitsbilder, praktische Unterstützung und rechtliche Leistungen.