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Frau Schulze-Hektik: Eintöpfe aus dem Münsterland

Heute koche ich für Sie Wirsing-Eintopf, denn nun gibt es  wieder den frischen Wirsing auf dem Wochenmarkt.

Als Zutaten benötigen wir:

I kleinen Wirsing ohne die äußeren Blätter
Speck oder Schinkenwürfel nach eigenem Gutdünken
1 Zwiebel
Etwas Butter oder Öl
Brühe auch nach Gefühl, der eine mag es suppig und der andere etwas sämiger.
6-8 Kartoffeln
Salz und Pfeffer aus der Mühle zum Nachwürzen

Die Kartoffeln schneide ich -wie immer- in kleine Stückchen, da ist es auch wieder so, wie man es gewohnt ist. Der Eine mag sie recht klein und der Nächste grob geschnitten.
Den Wirsing teile ich durch, schneide den Strunk heraus und schneide dann alles in schmale Streifen. Kurz im Wasserbad reinigen und abtropfen lassen.

Zuerst brate ich den Speck oder die Schinkenwürfel in Fett scharf an. Die Zwiebeln gebe ich dann dazu und lasse sie „glasig“ werden, ehe ich den Wirsing und die Kartoffeln hinzufüge. Ich lasse alles etwas anschwitzen und lösche mit der Brühe ab. Da der Wirsing ja noch beifällt, gebe ich nach und nach so viel Brühe zu, wie ich meine und lasse alles 20 bis 25 Minuten im geschlossenen Topf köcheln. Schmecke schon mal ab und würze mit Salz und Pfeffer nach.

Danach ist es dann wieder so eine Sache, von meiner Mutter kenne ich es, noch einen guten Schuss Sahne an den Wirsing-Eintopf zu geben, genauso wie ich es beim Wirsing als Beilage mache. Es schmeckt aber auch ohne ganz gut, aber wie es nun einmal so ist, Fett ist ein Geschmacksträger und jeder macht es so wie er es möchte.

Als Beilage schmeckt sehr gut grobe Bratwurst dazu oder auch ein Hackbällchen. Da kann man dann auch statt der Sahne das übrig gebliebene Bratfett der Bratwurst in den Eintopf geben und Sie haben  da einen guten „Geschmacksträger“. (Leider auch Dickmacher)
Sollte es etwas zu suppig sein, empfehle ich wie immer, nehmen Sie Püree-Pulver und dicken den Wirsing Eintopf damit an.

Ich wünsche allen am Tisch „Guten Appetit“!

Foto Tim Reckmann