Frau Schulze-Hektik unterwegs: "Eine viel zu milde Strafe"
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Auf meiner Reise durch das weltweite Web habe ich diese Geschichte gefunden. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!
EINE VIEL ZU MILDE STRAFE
Eine stürmische Nacht in der Kleinstadt Leiningen. Der Sturm hatte alle Elektroleitungen lahmgelegt und die Ortschaft versank für viele Stunden im Dunkel.
Unzählige Notrufe gingen in der einzigen Klinik des Städtchens ein und die Ärzte wussten in dieser Nacht kaum, wie sie den vielen Anforderungen Folge leisten sollten. Gegen Mitternacht erreichte Doktor S. ein dringender Anruf: es ging um eine Geburt!
Er packte seinen Arztkoffer, stürzte zu seinem Wagen und fuhr in rasender Geschwindigkeit los. Als er die angegebene Adresse schließlich erreichte, öffnete ihm ein etwa fünfjähriges Mädchen und brachte ihn eilig ins Schlafzimmer. Der Arzt erfasste die Situation sofort – die Frau stand kurz vor der Geburt. Aber auch hier waren im ganzen Haus die Lichter ausgefallen. Was sollte er also tun? Zeit zum Überlegen blieb ihm keine und so drückte er dem kleinen Mädchen eine Taschenlampe in die Hand und bat es, den „Ort des Geschehens“ so gut es konnte zu beleuchten.
Es dauerte auch nicht lange und der Arzt entband die Frau von einem gesunden Jungen. Wie üblich, gab er dem Neugeborenen einen Klaps auf den Po, durchschnitt die Nabelschnur und freute sich, dass alles so glatt gelaufen war.
Aber erst jetzt, nachdem der Stress und die Hektik von ihm abgefallen waren, dachte er an das kleine Mädchen und fragte sich: Hoffentlich trägt das Kind keinen seelischen Schaden davon, nach all dem, was es sich ansehen musste…?
Er wandte sich an das Mädchen und fragte es: „Kathrin, das ist dein kleiner Bruder, der eben geboren wurde. Was sagst du dazu?“
„Was soll ich schon sagen?“, antwortete Kathrin sehr forsch, „der Kerl hätte da gar nicht erst reinkriechen sollen, und für das, was er getan hat, war der Klaps auf den Po noch eine viel zu geringe Strafe. Der hätte eine ordentliche Tracht Prügel verdient!“
(Autor unbekannt)