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Münsterland = "sagen" - haftes Land (10)

Haben Sie schon einmal "Pumpernickel" gegessen? Dann werden Sie hier einiges darüber erfahren!

Der westfälische Pumpernickel

Einem Franzosen, der einst durch Westfalen reiste, wollte das schwarze, jetzt Pumpernickel genannte Brot nicht schmecken. Er reichte es seinem Pferde mit den Worten: „Bon pour Nickel!“ d.h. gut für Nickel. Nickel war der Name des Pferdes. So soll das westfälische Brot seinen Namen bekommen haben. --
Andere sagen, es habe ihn von dem Bäcker Nickel Pumper, der es in Osnabrück zuerst gebacken habe. --
Einer dritten Lesart nach, die wohl am besten begründet ist, stammt der Name Pumpernickel von der lateinischen Bezeichnung bonum paniculum, d.h. gutes Brötchen. Bei einer um das Jahr 1540 in Osnabrück auftretenden Hungersnot ließ der Magistrat Brot auf Gemeindekosten backen und an die Hungernden verteilen. Dieses Brot erhielt den oben angeführten Namen, aus dem der Volksmund Bompernickel und Pumpernickel machte. Ein Turm vor den Osnabrücker Stadtmauern, dicht am Bahnhof Hasetor, in dem solches Brot gebacken wurde, heißt noch heute Pernickelsturm.

Foto: Erich Westendarp