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"Niees ut Voerem" - Plattdeutsch auf der Seniorenseite

„Libbet van Poggenstohl“ unterhält  uns  mit ihrer Sicht und mit ihren Tagesgeschichten zum/aus dem Dorf. Diesmal geht es um das Thema „Da kommt mir keiner mehr durch“ (mit Übersetzung).

Do kümp mi kieneen mähr düör!

Jä, sall man dat fö müeglik hollen, do kippt doch een Schwienebuer tatsächlik dat Pättken von Vörem no Niebiärkem met nee Buckkaor vull Är tou.

He föllt siek gestört dör dat “ vierle Volk “ wat do ümmers met’e Fahrriäder und so’n paar Mopets lanks föert oder ouk laupet. Ik wet nich wi de guede Mann up son unwieset Tügg kümp. Dat Pättken geiht lanks de Bahn – fö jedereen tougängig – un man is hennig met’en Rädken in Niebiärkem. Büs fö een paar Wiärken was dat een prima Wägg fö de fief büs acht Lühe dä do tou Arbeit föern. Denn dat is ouk nich so geföerlik äs an’ne Hauptstraote, do brakt se jä manksen wi wild dran lanks, ik säch ümmers de Autos kurmt eem so dicht, dat se di dat Gummiband ut de Büxe treket. Nu hätt de Schwienebuer Bescheid kriegen von ganz buowen, dat he denn Dörgang wieher frie maken moss, süß wet ‘et düer! Un wat de dösige Kerl, he föert denn ganzen Driet utenanner. Ik was lest do, et was mi schier ünmürglik örnlik dör tou kurmen. Miene Schoh, mien Rädken, alls was ösig – et was derbe fucht buten. Nee, nee son’ne Öserie!. Wat denkt he siek dobie, wo he doch so dicht bi de Bahn wurnt un de Züge Dag un Nacht do vöbi susst. Eenes Dages örverkümp eem dat, un he blockeert denn ganzen Bahnvökehr. Ik raor eem met Bedacht to hanneln süß steiht de Bahnvorstand Rüdiger Grube fö siene Dör un dat will he gar nich beliärwen!

Un nu noe en glücksiäliget Niejaohr,

juhe Libbet!

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Da kommt mir keiner mehr durch!

Ja, soll man das für möglich halten, da schüttet ein Schweinebauer tatsächlich den Weg von Vorhelm nach Neubeckum mit einer Bockkarre Erde zu.

Er fühlt sich durch das “viele Volk“ gestört, die immer mit den Fahrrädern und Mopeds dort lang fahren oder laufen. Ich weiß nicht, wie der gute Mann auf so einen Blödsinn kommt. Der Weg führt an der Bahn entlang und mit dem Rad ist man schnell in Neubeckum. Bis vor ein paar Wochen war das ein prima Weg für fünf bis acht Leute, die diesen Weg zur Arbeit nutzten. Denn es ist nicht ungefährlich an der Hauptstraße zu fahren, die Autos jagen da ganz schön dran lang. Ich sage immer – die Autos kommen einem so nahe, dass sie einem das Gummi aus der Hose ziehen. Jetzt hat der Schweinebauer einen Bescheid von Oben bekommen, dass er den Durchgang wieder frei machen muss, sonst wird es teuer.

Und was macht der unüberlegte Mann, er fährt den ganzen Dreck einfach auseinander. Ich war da und es war nicht möglich sauber durch zu kommen.

Meine Schuhe, mein Rad, alles war schmutzig, es war feuchtes Wetter.

Nein, nein so eine Schweinerei. Was denkt er sich dabei. Er wohnt doch so dicht an der Bahn und dort sausen Tag und Nacht die Züge vorbei. Eines Tages überkommt es ihn noch und er blockiert den ganzen Bahnverkehr. Da rate ich ihm doch mit Bedacht zu handeln, sonst steht der Bahnvorstand Rüdiger Grube noch vor seiner Tür und das möchte er sicher nicht erleben!

Und nun noch ein glückliches Neujahr

Eure Libbet!