Radtour zum Wasserschloss Oberwerries, Teil 2
- Allgemeines
Im 2. Teil geht die Radtour weiter über den Zechenradweg ins Lippetal.
Alle, die den 1. Teil dieser Fahrt verpasst haben, können ihn hier noch einmal nachlesen.
Am Fuße der Station ist eine Tafel mit Informationen installiert, in denen der Zweck, Aufgaben und Wesen der früheren Zechenbahn beschrieben werden.
Um der enormen Nachfrage nach Kohle noch schneller gerecht werden zu können, ließ im Jahre 1935 die Bergwerksgesellschaft einen betriebseigenen Hafen, den “Ahlener Hafen“, in Uentrop-Werries am Datteln-Hamm-Kanal bauen und die Zechenbahn bis dort verlängern. Pro Monat wurden 23.500 Tonnen Kohle zur Verfrachtung dorthin gebracht.
Mit der Schließung der Zeche Westfalen im Jahre 2000 wurde der Betrieb auf der Zechenbahn eingestellt.
Nach der Durchfahrt unterhalb der Brücke zu der B 61 neigt sich der Zechenradweg hinab in das Lippetal. Ohne besondere Kraftanstrengung konnten die Radfahrer deshalb mit ihren Rädern bis zur „Uentroper Straße“ rollen und wurden dann dort durch Absperrungen in ihrer rasanten Fahrt gestoppt. Hier verließ die Gruppe den Zechenradweg, um die Fahrt in westlicher Richtung bis in den Ortsteil Dolberg fortzusetzen.
Über die “Combrinkstraße“ erreichten sie dann die B 61 (Heessener Straße). Kurz hinter dem Ortsausgang verließen die Radler den Radweg an der B 61 und fuhren in südlicher Richtung über den “Haarener Weg“ bis zur Lippebrücke.
Dort an dieser Brücke beginnt unmittelbar der Bereich der in den letzten Jahren renaturierten Lippeauen.
Über befestige Radfahr- und Wanderwege wurde die Fahrt fernab vom lauten Straßenverkehr durch die Stille der Natur der neu gestalteten „Lippeauen“ fortgesetzt.
Lippefähre „LUPIA“
In Höhe des Wasserschlosses Oberwerries führt ein ausgeschilderter Weg bis an das Ufer der Lippe. Für die Überquerung des Flusses ist an dieser Stelle aber keine Brücke vorhanden, vielmehr wird hier die Überquerung des Flusses mit der Fähre „LUPIA“ möglich gemacht.
Die ohne Fährmann und allein durch Muskelkraft betriebene Fähre ist relativ einfach zu bedienen. Mit Hilfe von Ketten, die die Fähre mit dem Ufer verbinden, können sich bis zu sechs Personen mit ihren Fahrrädern auf die Fähre begeben und ganz einfach über die Lippe ziehen. Aus Sicherheitsgründen darf die Fähre allerdings nicht von Einzelpersonen genutzt werden. Mindestens zwei Personen müssen sich zur Fahrt über die Lippe auf der Fähre befinden. Die Nutzung der Fähre ist kostenlos.
Die lange geplante Lippefähre „LUPIA“ konnte endlich am 25. April 2013 an den Start gehen. Sie liegt nun auf Höhe des Schlosses Oberwerries und kann von Wanderern und Radfahrern zum Übersetzen über die Lippe genutzt werden und bietet so eine attraktive Verbindung zwischen südlicher (Stadt Hamm) und nördlicher Lippeaue (Kreis Warendorf).
Geöffnet ist die Fähre tagsüber von April bis Oktober. Die Uhrzeiten des Fährbetriebes schwanken jahreszeitbedingt nach der Tageslänge.
........Fortsetzung folgt!
An dieser Stelle möchten wir den ausführlichen Bericht zum letzten Mal unterbrechen, um ihn in den nächsten Tagen fortzusetzen.
Lesen Sie also im 3. Teil weiter, wie die Radler zum Wasserschloß Oberwerries gelangten.