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Stadtteilstammtisch Ahlen-Nord zu Besuch im Heimatmuseum

-Nachbericht-

Erstmalig war das Heimatmuseum Austragungsort des Stadtteilstammtisches im Rahmen des Projektes „Altersgerechte Quartiersentwicklung Ahlen-Nord“.

Referent Manfred Kehr, Koordinator des Projektes „Stolpersteine“, gab einen Einblick in die städtische Erinnerungskultur.

Am 6. Februar fand die 8. Stolpersteinverlegung in Ahlen statt, zufällig auf den Tag genau zehn Jahre nach der ersten Verlegung 2008. Damit liegen nun insgesamt 104 Steine im Ahlener Stadtgebiet. Das Projekt wurde von dem Künstler Gunter Demnig zu Beginn der 90er Jahre ins Leben gerufen, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Die „Stolpersteine“ werden an dem letzten freigewählten Wohnort der Opfer in den Gehweg eingelassen, um ihrer Verfolgung, Vertreibung und Ermordung zu gedenken. „Die jüdischen Familien in Ahlen lebten überwiegend in ärmlichen Verhältnissen. Viele hatten keine Mittel, um dem NS-Regime zu entfliehen“, so Kehr, „darum die vielen Ahlener Opfer.“ Die Stadt habe inzwischen die zweitmeisten Stolpersteine im Münsterland. Im Anschluss an den Vortrag stand Kehr für einen Gedankenaustausch bereit.

Cristina Loi, Leiterin der Leitstelle „Älter werden in Ahlen“, wies zum Ende der Veranstaltung darauf hin, dass die „Altersgerechte Quartiersentwicklung Ahlen-Nord“ zum Ende des Monats ausläuft. „Unser Ziel ist es, die bestehenden Angebote fortzuführen.“ betonte Loi. Dabei sei die Leitstelle auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Die altersgerechte Quartiersentwicklung in Ahlen-Ost wird fortgeführt.

Weitere Informationen zum Projekt oder Anfragen zur Patenschaft für einen Stolperstein bei: Manfred Kehr, kehrm(at)stadt.ahlen.de oder 02382/94099718.

Bei Fragen zum ehrenamtlichen Engagement: Cristina Loi, loic(at)stadt.ahlen.de oder 02382/59-467.

 

Manfred Kehr informiert über die Stolpersteinverlegungen.