Taschengeldbörse: Junge Leute mit älteren Menschen zusammenbringen
- Allgemeines
Ahlen (eve). Eine Taschengeldbörse unter dem Dach des Projektes „Keiner geht verloren“ (kgv) wurde ab dem 11. Januar 2016 in Ahlen ins Leben gerufen.
Sinn der von der Europäischen Union für Jugendliche geförderten Aktion ist es, in einer Art Win-win-Situation Jung und Alt zusammenzubringen.
Während die Senioren möglicherweise kleine Aufträge zu vergeben haben, möchten die jungen Leute sich ihr Taschengeld aufbessern. Beim Rasen mähen, beim Ausführen des Hundes oder schlichtweg beim Einkaufen Unterstützung bieten für ein Taschengeld, so lautet die Idee.
Senioren hätten vielleicht ein Smartphone oder ein Tablet zu Weihnachten bekommen, so gebe es bestimmt Jugendliche, denen es Freude mache, die Handhabung zu erklären, wurde als weitere Aufgabe genannt. Und um das Ganze auch sicher und rechtlich sauber zu gestalten, bietet sich der Verein als Vermittler an.
Am Freitagmorgen stellte Gründer Berni Recker gemeinsam mit seinem stellvertretenden Vorsitzenden Burkhard Knepper, der Sozialabteilungsleiterin Ulla Woltering, Marcel Jakob und Lena Lerberl von der Stelle „Älter werden in Ahlen“ das Projekt vor. Der Vorteil in Ahlen liege vor allem in der guten Vernetzung der Senioren durch die genannte Stelle. So habe man als Vermittler gleich einen Kooperationspartner, um die Taschengeldbörse gut an den Start zu bringen. „Gerade bei den Senioren geht es sehr viel über Vertrauen“, merkte Knepper an. Deshalb werde Sven Klosz, Mitarbeiter beim Verein, die Sache in die Hand nehmen und junge Leute und Senioren zusammenbringen. Vor Aufnahme des ersten Dienstes würden Senioren und Jugendliche zusammengeführt. „Wir passen in jedem Fall auf, dass die Chemie stimmt zwischen Auftraggeber (Senior) und Auftragnehmer (Junior)“, so Recker.
Außerdem müssen alle beteiligten Jugendlichen, die zwischen 14?und 20 Jahre alt sein dürfen, über eine private Familienhaftpflicht über ihre Eltern verfügen. „Damit wollen wir rechtlichen Problemen aus dem Weg gehen, falls mal etwas kaputt geht bei der Verrichtung der Dienste“, so Berni Recker. Er stellte klar, dass „Keiner geht verloren“ nicht Veranstalter oder Partei eines gegenseitigen Geschäftes sei, sondern lediglich als Vermittler auftrete. „Es geht um kleine Jobs, die für ein Taschengeld zu erledigen sind und die die Jugendlichen auch bewältigen können“, sagte Ulla Woltering.
Wer Interesse hat, kann sich ab Montag, 11. Januar, jeweils dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr unter ?w?02382/7042801 melden oder im Internet unter http//:www.taschengeldboerse-ahlen.de informieren.
Quelle: "Die Glocke", Frau Lisa Voss-Loermann